24. April, 6.00 Uhr morgens, in der Stille am Uhlbacher Turnhallenplatz mischen sich seltsame Geräusche – frohes Begrüßungsritualgeschrei mischt sich mit dem Türenknallen von Autos.

DIE MIWOKIS SIND WIEDER AUF TOUR!

Diesmal ging es Richtung Süden, die österreichische Hauptstadt Wien war unser Ziel. Doch getreu dem Motto, dass der Weg das Ziel ist wurde die Reise bei München für ein wirklich leckeres Frühstück unterbrochen. Wer immer auf der A8 unterwegs ist, dem sei die Dinzler Privatrösterei am   Irschenberg für eine Fahrtunterbrechung mit Erholungsfaktor wärmstens empfohlen. So gestärkt fuhren wir weiter unserem Ziel, dem Mercure Hotel Vienna, entgegen. Nach der wirklich, wirklich, WIRKLICH engen Garageneinfahrt und dem Zimmerbezug wollten wir uns kurz die Beine vertreten. Aber wie das so ist wenn es viel zu sehen gibt, aus dem kurzen kleinen Spaziergang wurde ein längerer Rundgang inklusive eines Zwischenstopps auf dem Naschmarkt. Er macht seinem Namen alle Ehre, bietet Köstlichkeiten aus aller Welt und manch Einer entdeckte für sich selbst ganz neue kulinarische Geschmacksseiten. Schon war es Zeit für das Abendessen. Aber was für ein Abendessen. Ein typisches Wiener Beisl mit dunkler Holztäfelung an der Wand und einem Ober der den Wiener Schmäh mit all seinen trockenen Bemerkungen treffend repräsentierte. Die Karte war allerdings alles andere als trocken, bot hochwertige Küche die Österreichs Spezialitäten neu definierte. Und nach Mini Beef Tartar mit Avocado, Hahnhodensackerl mit Erdäpfel-Estragoncreme oder Zitronen-Ingwerhendl reichte allen ein gemütlicher Absacker an der Hotelbar für die nötige Bettschwere.

Samstagmorgen begann für den einen oder anderen recht frisch, denn die Duschen boten nur bis zum 4. Stock warmes Wasser. Nach dem Frühstück stand ein Bus für uns bereit und ein exzellenter Fremdenführer zeigte uns nicht nur die baulichen Highlights der Ringstraße sondern auch das neue Wien mit der UNESCO-city und die Donauufer. Das Ende der Tour war im noblen Grienzing wo bei einem Heurigen schon Tische reserviert waren. Erfrischt und gestärkt konnte jeder die Zeit bis zum Abendessen nach eigenen Vorstellungen gestalten.

Und was für ein Abendessen das war: Das Plachutta in Hietzing hat schon viele berühmte Gäste gehabt, die Bilder von Gorbatchov, Pele, Putin, Gottschalk, Bette Middler, Chris deBurg oder Udo Jürgens sprechen eine deutliche Sprache und jetzt nun die MIWOKI. Und die Qualität der Speisen steht dem der Gästen in nichts nach. Angefangen von der Rindssuppe mit Tageseinlage über den Tafelspitz für das das Plachutta weltberühmt ist bis zum Dessert war es ein rundum gelungenes kulinarisches Spektakel. Dies war ganz bestimmt auch den perfekt auf das Essen abgestimmten Weinen zu verdanken die Marcus für uns auswählte. Ich kann nur für mich sprechen aber ich glaube ich habe wohl noch nie so ein leckeren Tafelspitz gegessen (und wenn es nicht in der Öffentlichkeit gewesen wäre, hätte ich meinen Teller nach der Apfel-Meerrettich-Creme abgeschleckt). Satt und zufrieden ging es zurück zum Hotel.

Sonntag - Heimreisetag; aber zuerst muss noch ein weiteres Touristen-Bonbon besucht werden. Er ist mit 2,5 Millionen Quadratmetern der zweitgrößte seiner Art in Europa und laut Homepage damit „halb so groß wie Zürich aber doppelt so lustig“, der Wiener Zentralfriedhof. Perfekt für einen Sonntagsspaziergang aber natürlich viel zu weitläufig für 2 Stunden Zeit. Trotzdem bekommt man einen sehr schönen Eindruck erst recht natürlich wenn man mit dem Fiaker fährt. Alternativ aber weit weniger romantisch wäre die friedhofseigene Buslinie – ein Rundkurs von ca ½ Stunde. Die meisten von uns zogen es aber vor die besondere Atmosphäre zu Fuß auf sich wirken zu lassen und auch das eine oder andere Prominentengrab zu besuchen.

Und dann war unser Ausflug auch fast schon wieder vorbei. Auf der Heimfahrt wurde noch eine Pause am Chiemsee für Torte oder Vesper eingelegt und um ca. 21.30 Uhr waren wir alle wieder in Stuttgart.

Es war ein wunderschönes Wochenende und ich möchte mich bedanken. Mein persönlicher Dank gilt Marcus der immer wieder die leckersten Weine aus der Karte herausgesucht hat und Peter, der mir immer wieder Gerichte und wie sie gekocht werden erklärt hat. Ein ganz großes Dankeschön an Piwo, Uwe und Lukas, unsere Fahrer und ein GAAAAANZ GROẞES Dankeschön an Lukas für die Ausführung und Organisation! Es war ein einfach rundrum harmonisch tolles Wochenende (und ich freu mich schon auf den nächsten Ausflug)